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Kindersicherheitstraining

„Starke Kinder sagen Nein“   INEIN!  

Gewaltprävention und Kindersicherheitstraining
an Grundschulen

Mit Eintritt in die Schule werden Kinder selbständiger und entwickeln sich Schritt für Schritt zu einer eigenständigen Persönlichkeit, die anfängt ihre eigenen Wege zu gehen. Kinder können und dürfen nicht den ganzen Tag in Watte gepackt werden. Sie sollten sich spätestens bis zum Ende der Grundschulzeit zu selbstbewussten Kindern entwickelt haben, die sich trauen „Nein“ zu sagen und mit verschiedenen Situationen im Alltag zurecht kommen.

Inhalte des Unterrichts:
Durch das Kindersicherheitstraining werden Ängste und Unsicherheiten abgebaut und das Selbstbewusstsein der Teilnehmer/innen gestärkt. Die Kinder erfahren, wie sie Gefahrensituationen im Alltag erkennen und vermeiden können. Ausserdem lernen sie die Grundkenntnisse, um sich im Ernstfall wehren zu können und wie sie selbstsicherer Auftreten können.

Gewaltprävention:
Mit den Kindern werden altersgemäss typische Gefahrensituationen, Ängste und Probleme besprochen und Lösungsmöglichkeiten überlegt und durchgespielt. Es werden Fälle behandelt, die immer wieder in der Schule, auf dem Schulweg, am Bus oder im Alltag auftreten können.  Z.B. Belästigung und Erpressung durch Gleichaltrige oder Jugendliche, Ansprechen, Kontaktaufnahme, Gewalt oder sexueller Missbrauch durch Erwachsene. Dadurch können sie im Ernstfall eine mögliche Gefahrensituation eher erkennen und besser mit einer Situation umgehen.

Selbstbehauptung:
Reaktionsmöglichkeiten auf Belästigung, verbale Anmache und Mobbing. Die Kinder erfahren und üben, wie sie sich durch ihr Auftreten (Mimik, Gestik und Körpersprache) und mit Worten durchzusetzen können. Denn: Ein selbstbewusstes Kind, das sich traut „Nein“ zu sagen ist für einen potentiellen Täter kein gutes Opfer.

Selbstverteidigung:
Mit spielerischen Übungen und viel Spass lernen die Kinder sich nichts gefallen zu lassen. Sie üben einfache Befreiungs- und Abwehrtechniken und lautes Schreien.

Mit diesen drei Punkten sind folgende Ziele verbunden:

  • Selbstbewusstes Auftreten, damit ein Kind nicht zum Opfer wird
  • Ängste und Unsicherheiten abbauen und die Persönlichkeit stärken
  • Selbstsicherheit und Selbstvertrauen der Kinder steigern, damit sie sich nicht von anderen einschüchtern lassen oder Dinge mitmachen, die sie nicht möchten oder nicht dürfen.
  • Gefährliche Situationen rechtzeitig erkennen und richtig damit umgehen
  • In Gewaltsituationen richtig reagieren und sich wehren können
     

Der Unterricht soll Kindern helfen, sich zu einer starken Persönlichkeit zu entwickeln, damit sie ohne Angst zu haben und voller Zuversicht und Lebensfreude ihren Weg gehen können!

Alle Kinder und Lehrer/innen erhalten Unterlagen zu diesem Unterricht. Ausserdem sollte zeitnahe ein Informationsabend für Eltern zum Thema „Kinder stark machen - Wie helfe ich meinem Kind kein Opfer zu werden?“ durchgeführt werden, da die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus sehr wichtig ist.

Dauer: Mindestens 4-6 Stunden pro Klasse (an einem Tag oder auf mehrere Tage verteilt)

Kosten und Finanzierung: Das Kindersicherheitstraining wird vom Ministerium gefördert. Näheres zu den Kosten auf Anfrage


Optimal ist es, wenn dieses Sicherheitstraining ein regelmässiger, fester Bestandteil im Schulkonzept einer Grundschule ist und in jedem Schuljahr für alle 2. und 4. Klassen durchgeführt wird.

Hier das Konzept GS-2/4 und seine Vorteile:

Kindersicherheitstraining im Rahmen vom regulären Unterricht für die gesamte Klasse
Vorteile:
1. Es werden alle Kinder erreicht und profitieren davon.
(auch die „Problemkinder“ oder die es nötig hätten und nicht nur die Kinder mit engagierten Eltern)
2. Der/die Klassenlehrer/in ist anwesend und bekommt mögliche Reaktionen und Probleme der Kinder mit und kann später darauf eingehen. Das Thema “Gewalt/Sicherheit” kann auch im Unterricht weiter besprochen und vertieft werden.

Regelmässiges, wiederkehrendes Angebot in einer Schule jeweils für die 2. und  4. Klassen
Vorteile:
1. Jedes Kind profitiert im Laufe seiner Grundschulzeit 2 mal davon.
2. Je öfter ein Kind etwas zu diesem Thema hört und übt, desto grösser ist der Nutzen und die Wirkung
3. Die Inhalte werden auf das Alter abgestimmt und können in der 4. Klasse aufgefrischt und vertieft             werden.
 Schwerpunktthemen in der 2. Klasse: „Niemand darf etwas mit mir machen, was ich nicht mag“, „Körpersprache und Nein-sagen“ „Gute und schlechte Geheimnisse“, „Umgang mit Gewalt“,  „Wie verhalte ich mich, wenn mich jemand anspricht“ (z.B. Auto), „Fremde-Bekannte“,…
 Schwerpunktthemen in der 4. Klasse: Wiederholungen, „Erpressung“, „Alleine unterwegs“, „Gefahrensituationen und der Umgang damit“, Vorbereitung auf mögliche Situationen und Probleme durch den Schulwechsel,…

Unterricht auf mehrere Tagen verteilt (z.B. 2 x 2-3 Zeitstunden)
Vorteile:
1. Die Kinder können danach mit den Lehrern und den Eltern über die Themen sprechen
2. Fragen die aufkommen können beim nächsten Mal geklärt werden
3. Das Elternhaus wird durch „Hausaufgaben“ mit einbezogen.

Begleitender Elternabend
Information für die Eltern, Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus ist sehr wichtig!

Durch dieses Konzept findet in jedem Schuljahr ein Gewaltpräventionsunterricht in der Schule statt, das Kindersicherheitstraining „Starke Kinder sagen Nein“ ist dann ein fester Bestandteil im Schulkonzept. 


Hier geht es zu einigen Zeitungsartikeln